Stellungnahme zur geplanten Zwangsverlegung in die Massenunterkunft Siekhöhe

Demonstration am Donnerstag, 19.05.2016, 16.00 Uhr vor dem Neuen Rathaus

Aktuell bangen viele Geflüchtete in der Stadt Göttingen um ihre Zukunft. Die Menschen sollen in einer fensterlosen Betonhalle am Anna-Vandenhoeck-Ring außerhalb der Stadt untergebracht werden, obwohl und vermutlich gerade weil sie in ihrer aktuellen Wohnsituation hervorragend integriert, und damit für den Staat schwerer abzuschieben sind. Die Halle sieht von innen aus wie ein steriles Gefängnis, die Menschen sollen wie Tiere in nach oben hin offenen Verschlägen untergebracht werden. Zunächst hieß es, die Menschen könnten nach der „Schädlingsbekämpfung“, die als Vorwand für die Umsiedlung dient, in die Räumlichkeiten zurückziehen, doch diese Möglichkeit wurde auf Nachfrage hin ebenfalls zurückgezogen. Stellungnahme zur geplanten Zwangsverlegung in die Massenunterkunft Siekhöhe weiterlesen

Einsteiger*innen-Abend

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Wir laden alle Interessierten herzlich zu unserem Einsteiger*innen-Abend ein! Kommt vorbei um mehr über das Baz und die Mitmach-Möglichkeiten zu erfahren. Wir freuen uns auf Euch 🙂

Wann: Mittwoch, 25.05., 18:00 Uhr
Wo: Arbeit & Leben (Lange Geismar Straße 72)

Solidaritätsbekundung mit den Besetzer*innen der OM10

Das Beratungs- und Aktionszentrum Friedland e.V. (BAZ) solidarisiert sich mit den Besetzer*innen der OM10 und kritisiert die Äußerungen des niedersächsischen DGB-Vorsitzenden Hartmut Tölle gegenüber des Göttinger Tageblatts. Verbale Entgleisungen wie Aussagen, dass „bei allem Gutmenschentum, auch mal aussprechen, dass die Neigung, Flüchtlinge in der Altstadt zu haben, nicht so ausprägt ist“ sind in ihrem Grundgedanken rassistisch und fördern Ressentiments in der Bevölkerung. Sie heißen den Ausschluss von Geflüchteten aus dem Zentrum der Stadt, also aus dem Kern des gesellschaftlichen Lebens in Göttingen, gut. Weiter zeigt Tölles Aussage, mit der er sich auf „Gutmenschen“, das Unwort des letzten Jahres bezieht, dass er grundlegende Prinzipien des sozialen Zusammenlebens offensichtlich nicht verstanden hat. Dass die „Neigung“, Geflüchtete in der Altstadt zu haben, nicht ausgeprägt ist, bedeutet nicht, dass Initiativen, die sich für soziale Inklusion und die Aufhebung einer städtischen Gentrifizierung in ihren Grundsätzen falsch sind. Tölles Aussage verdeutlicht vielmehr, wie wichtig es ist, diesen Mechanismen entschieden entgegen zu treten und sich solidarisch für gleiche Rechte aller Menschen einzusetzen. Das Beratungs- und Aktionszentrum fordert deshalb mehr aktive Maßnahmen zur Möglichkeit der Teilhabe und Mitgestaltung für geflüchtete Menschen am gesellschaftlichen Leben.
Aus diesem Grund begrüßen wir die Arbeit der OM10, Geflüchtete in Göttingen willkommen zu heißen, um mit ihnen gemeinsam einen Raum für Begegnung schaffen. Dies sollte aus allen Teilen der Gesellschaft – insbesondere auch vom DGB, einem Bund, der sich traditionell für die Gerechtigkeit von weniger privilegierten Menschen einsetzt – unterstützt werden. Wir hoffen auf den langjährigen Fortbestand des Projekts „Our House OM10“ und darauf, dass dieses Projekt zahlreiche Nachahmer*innen findet.

Unterstützt den Protest gegen Neonazis am 23.01.2016 in Katlenburg-Lindau!

Seit Ende 2015 veranstalten Neonazis des selbsternannten „Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen“ auch in der Region Südniedersachsen Kundgebungen. In Northeim, Duderstadt und Heiligenstadt finden diese Kundgebungen bereits regelmäßig statt. Für Samstag (23.01.2016) wird nun vom „Freundeskreis“ ebenfalls zu einer sogenannten Mahnwache in Katlenburg-Lindau aufgerufen [1]. Begründet wird dies mit der Einrichtung einer geplanten Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Max-Planck-Institut [2]. Nach bekanntwerden hat sich in Lindau innerhalb kürzester Zeit und unter Beteiligung von vor Ort aktiven Flüchtlingshelfer*innen ein Bündnis unter dem Motto „Bunt statt Braun“ gegründet, dass sich eine „breite Unterstützung“ wünscht [3].
Das Beratungs- und Aktionszentrum Friedland (BAZ [4]) begrüßt dieses schnelle Handeln der Lindauer*innen und folgt diesem Wunsch.
Wir solidarisieren uns mit dem Lindauer Bündnis und werden am Samstag gemeinsam nach Lindau fahren um eine „kreative und bunte Gegenöffentlichkeit herzustellen“. Weiterhin rufen wir alle Menschen mit antifaschistischem Selbstverständnis dazu auf, dies ebenfalls zu tun.
Auch in Friedland haben Neonazis in der Vergangenheit mehrfach versucht Veranstaltungen durchzuführen (zuletzt am 12.09.2015 der Arminiusbund). Durch einen breiten und öffentlichen Protest konnte dies bisher verhindert werden [5].
Egal ob Arminiusbund, Identitäre, NPD, Freundeskreis oder wie sie sich auch nennen, immer wenn Neonazis ihre völkischen, menschenverachtenden Ideologien verbreiten und von „Asylflut“ oder „Umvolkung“ schwafeln, werden wir uns nach unseren Möglichkeiten am Protest beteiligen.

Sprecht euch ab, bildet Fahrgemeinschaften und kommt am 23.01.2016 um 15.30 zur Kundgebung des Bündnisses „Bunt statt Braun“ auf den Kirchplatz in Katlenburg-Lindau.
Am Sonntag (24.01.20016) wird der „Freundeskreis“ auch wieder in Northeim, Duderstadt und Heiligenstadt präsent sein. Die Grüne Jugend Göttingen ruft ebenfalls zur Teilnahme an der Gegendemonstration in Duderstadt auf [6].

[1] http://monstersofgoe.de/2016/01/19/ein-stelldichein-der-regionalen-extremen-rechten/

[2] http://www.hna.de/lokales/northeim/katlenburg-lindau-ort306070/buergermeister-zeigt-verstaendnis-aengste-lindauer-6047630.html

[3] http://www.goettinger-tageblatt.de/Duderstadt/Uebersicht/Bunt-statt-Braun-Protest-in-Lindau-geplant

[4] http://www.baz.antira.info

[5] http://www.inventati.org/ali/index.php?option=com_content&view=article&id=1996:refugees-welcome-kein-naziaufmarsch-in-friedland
[6] http://gj-goettingen.de/events/kein_fussbreit_den_nazis/

Tor Gul

Tor Gul, Afghanistan

„meine Frau und meine drei Kinder sind noch immer in Afghanistan.“

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Ich bin hier in Deutschland, um Zuflucht zu suchen und mein Leben zu schützen. Ich möchte gern an einem Ort leben, an dem ich nicht mit dem Krieg konfrontiert bin. Ich bin wirklich gern in Deutschland, ich mag besonders die Menschen hier. Ich hätte nie gedacht, dass ich in Deutschland leben würde und ich hatte auch nie den Wunsch, hier zu bleiben. Aber als ich hier ankam und sah, wie gut die Leute Geflüchtete behandeln, dachte ich mir, dass ich nie einen Ort finden würde, an dem ich auf die gleiche Weise willkommen geheißen werde.

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Ich komme aus Nangahar. Dort hatte ich ein eigenes Versandunternehmen. Wir haben alle möglichen Dinge in Afghanistan und Pakistan geliefert. Meine Frau und meine drei Kinder sind noch immer in Afghanistan. Wenn ich daran denke, will ich sofort einen Weg finden, um sie da rauszuholen und wieder mit ihnen vereint zu sein. Das hat für mich höchste Priorität. Meine älteste Tochter ist 7 und das Baby ist erst 5 Monate alt. Ich habe so viel erlebt in den letzten 5 Monaten. Die Leute an den europäischen Grenzen haben mich sehr schlecht behandelt Das Schlimmste ist, dass ich wegen all der schlimmen Erlebnisse so viele Dinge vergesse – sogar die Gesichter meiner Kinder. Das macht mich sehr traurig.

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Solikundgebung gegen den Terror in Pakistan

Sie gingen zur Schule und kamen nie zurück

Am 16. Dezember 2014 attackierten Taliban- Kämpfer*innen eine Schule in Peshawar, Pakistan und töteten 414 Kinder. Ihr Ziel war es, das Bildungssystem Pakistans zu zerstören. Deshalb wollen wir uns an diesem Mittwoch, dem 16. Dezember, versammeln um gemeinsam gegen Terrorismus aufzustehen. Bitte bringt Kerzen mit, die wir gemeinsam im Andenken an die bei diesem Anschlag getöteten Kinder anmachen können.

Wo? Weender Straße/Barfüßer Straße

Wann? Mittwoch, 16. Dezember, 18.00-18.30

Wer? Diese Aktion wird von Pakistaner*innen aus Göttingen und Umgebung in Zusammenarbeit mit dem Beratungs- und Aktionszentrum Friedland e.V. organisiert.

Solidarität!

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Solidaritätsbekundung des Baz mit dem Projekt OM10

Das Beratungs- und Aktionszetrum Friedland e.V. (BAZ) solidarisiert sich mit den Besetzer*innen des ehemaligen DGB-Hauses

Am 5.11.2015 haben antirassistische Göttinger*innen das DGB-Haus in der Oberen Masch 10 besetzt, um auf die Missstände der derzeitigen Wohnraum- und Flüchtlingspolitik aufmerksam zu machen und diesen aktiv entgegenzutreten.
Das Beratungs- und Aktionszentrum Friedland e.V. begrüßt die Initiative der Gruppe „Ourhouse“.
Solidaritätsbekundung des Baz mit dem Projekt OM10 weiterlesen

BAZ Einsteiger*innen Plenum!

Du willst unabhängig Beratung für Geflüchtet anbieten, Deutsch unterrichten, gemeinsame Aktionen organisieren, sprichst Arabisch, Kurdisch, Farsi, oder möchtest einfach im gegenseitigen Austausch mit-und voneinander lernen?

Das baz braucht Deine Unterstützung!
Komm zum Einsteiger*innnen-Abend am Mittwoch, 04.11.2015 um 18:30 Uhr im Juzi (Bürgerstraße 40, Göttingen)! Interessierte willkommen!

Viele Grüße und hoffentlich bis Mittwoch!

Das Plenum des Baz*

Baz-Deutschkurse laufen weiter

Die Baz-Deutschkurse werden bis zur Eröffnung neuer Räumlichkeiten in Friedland in der Schule der Caritas (Heimkehrerstr. 11, Haus 31, hinter der Kirche) fortgeführt. Die neuen Unterrichtszeiten sind

Dienstag 18.30-20.00
Mittwoch 18.30-20.00
Donnerstag 18.30-20.00

Am Donnerstag findet ab 17.00 der Frauen*tag mit Extra-Sprachunterricht für Frauen* statt.
Kommt vorbei!

Beratungs- und Aktionszentrum Friedland